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02
Sep

Grand Cannon: Eine junge Formation

Geschrieben von Monika von der Linden
Monika von der Linden
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in Presse News
Es gibt eine Million Arten, Blues zu spielen: Grand Cannon haben eine neue. In der heutigen Formation treten Zach Prather, Pfuri Baldenweg und Kniri Knau seit dem Jahr 2013 auf. Am 20. September spielen sie im Rheintal, am Benefiz für das Rhein-Valley-Hospital.

Die Zusammensetzung der Band ist so ungewöhnlich wie ihre Herkunft. Bandleader Pfuri Baldenweg (CH/AUS), ebenso verwurzelt in der Musik eines Woody Guthrie wie in derjenigen eines Sonny Terry & Brownie McGhee, ist ein kreativer Zauberer auf der Blues-Harmonika. Kniri Knaus (CH), ein passionierter New Orleans Jazzer, ist eine Wucht an der Posaune. Und Zach Prather (US/CH), aus Chicago, hat sich seine herrlich sonore Blues-Stimme und seinen eigenen Gitarrenstil in Bands wie Screamin’ Jay Hawkins, Willie Dixon, Mick Jagger und Etta James angeeignet.

Flashback zurück in die 1970er Jahre
Es gab einmal eine Band namens Pfuri, Gorps & Kniri. Sie waren Pioniere im Musizieren mit Alltagsgegenständen und hatten offensichtlich Spass an ihrer verrückten Sache. «In Abfallgruben haben wir nach Dingen gesucht, welche tönten», erinnert sich Pfuri Baldenweg. «Wir haben das Auto vollgeladen und dann tagelang ausprobiert was wie klang.» Benzinkanister, Abfallsäcke, Scheren, Gartenschläuche, Giesskannen, Ketten – alles hatte Platz auf der Bühne. Hinter dem Konzept steckte jedoch nicht nur Spass. «Es war auch ein Statement über die Wegwerfgesellschaft.» erklärt Kniri Knaus. «Das Publikum staunte, wie wir Dinge, die sie weggeworfen hatten, in einen neuen Zusammenhang brachten.» Mit ihrer kreativen Recycling-Botschaft waren Pfuri, Gorps & Kniri im Nu in ganz Europa gern gesehene Gäste an Festivals (Montreux Jazz Festival, Roskilde, Eurovision etc.) und populären TV Shows. Aber sie wollten nicht zur Institution verkommen. Darum gingen sie anfangs der 1980er Jahre getrennte Wege. Pfuri, Gorps und Kniri fanden nicht wieder zusammen, auch wenn es mehrmals diskutiert wurde. Zudem verstarb Gorps alias Anthony Fischer im Jahr 2000 überraschend.

Der Anfang von Grand Cannon
Es vergingen einige Jahre, bis Pfuri eines schönen Abends Gast an einer Party war, wo Zach Prather auf der Bühne stand. Pfuri, fürwahr kein scheues Mauerblümchen, zückte seine Harmonika und stieg zu ihm auf die Bühne. Daraus entstand eine inspirierende Freundschaft. Sie spannten zusammen und luden bald auch Kniri ein, dem Bunde beizutreten. Und so entstand im Juni 2013 die Band Grand Cannon. Ihr Debut Album «Boom» ist ein mit viel Liebe geschaffenes Album, das von «joie de vivre» nur so strotzt und keineswegs eine Nostalgieübung ist. Nicht zuletzt dank der Zusammenarbeit mit dem jungen und erfolgreichen Produktionsteam Great Garbo ist es Grand Cannon gelungen, die Scheren, Ketten und Büchsen von anno dazumal mit frischen musikalischen Ideen zu kombinieren. «˂Weniger ist mehr˃ war unser Motto», erzählt Zach Prather. «Wir schöpften aus unseren vielfältigen Erfahrungen und haben uns bei den Songs auf die Essenz konzentriert.» Eben – die Eine-Million-und-Erste Art, Blues zu spielen.


Grand Cannon (Bild: Alberto Venzago)

Filmpremiere und Benefizanlass
Der Benefizanlass am Samstag, 20. September, in der Mehrzweckhalle Amtacker in Marbach, besteht aus zwei Teilen. Sie können beide oder einzeln besucht werden: Filmpremiere und Benefizkonzert. Zum Auftakt, um 18 Uhr (Apéro, 17 Uhr), präsentiert die Swissfilm GmbH die Premiere des Dokumentarfilms «Das Versprechen – der lange Atem von Stephan Holderegger». Produzent und Vorstandsmitglied Benjamin Pipa sowie Regisseur Lawrence Carls befragten Weggefährten Stephan Holdereggers in Interviews und begleiteten die Hauptfigur an Schlüsselorte seines Lebens. So zeichnet das Filmteam in fünfzig Minuten ein vielschichtiges Bild des SpitalInitianten. Um 20 Uhr (Einlass 19.30 Uhr) beginnt der Benefizanlass. Auftreten werden: Enderli Chicks, Shem Thomas, Carlos Lorenzi, Nicolas Senn, Lisa Stell, Drum2Streets, Rhein Valley Line Dance Group und Grand Cannon.Durch den Abend führt Victor Rohner.

Tickets sind bei Kühnis Brillen, an der Abendkasse oder via www.rhein-valley-hospital.org erhältlich. (vdl/pd)
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