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16
Dez

Die Arbeit geht nicht aus

Geschrieben von Ruth Schäfer (Mama Matata)
Ruth Schäfer (Mama Matata)
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Das ist ein 2. Report von Corinne Jeker, die z.Z. im Rhein-Valley Hospital arbeitet:

Die Zeit vergeht und so kommt es, dass ich schon mehr als zwei Monate im Spital arbeite. Immer bin ich noch fasziniert und jeder Tag ist ein Erlebnis. Im Spital gibt es immer etwas zu tun. So, war ich in letzter Zeit beschäftigt die Krankengeschichten zu sortieren und elektronisch zu erfassen. Bin natürlich noch lange nicht fertig; sind es doch mehr als 10‘000 aufgenommene Patienten und jeden Tag werden es mehr. Bin sicher dass Willi der Sekretär noch einen Weile beschäftigt ist!

Auch hier nimmt die administrative Arbeit viel Zeit in Anspruch und braucht Unterstützung, Geduld und Kontrolle von Ruth Schäfer, die den Betrieb leitet! Mit der kompetenten und geduldigen Art von Ruth sind alle immer wieder bereit, ihre Arbeit zu evaluieren und Neues dazu zu lernen. Der Alltag im Spital steht oft unter dem Motto „erklären“. Immer wieder gibt Ruth Instruktionen und informiert wie es laufen soll. Natürlich dreht es sich sehr oft um Sauberkeit und Organisation. Die Geduld, welche Ruth an den Tag legt, ist riesig! Oft mit Erfolg! So ist es schön zu sehen, dass die Erklärungen fruchten und die Änderungen, welche Ruth verlangt, umgesetzt werden. Wie sagt man so schön: der Ton macht die Musik und diesen trifft Ruth immer ganz genau. Auch wenn sie manchmal „Lärm“ machen muss, erfährt sie stets den nötigen Respekt und erreicht, dass das Arbeitsklima stets angenehm, fair und humorvoll ist.

Die Unterstützung am Babytag, welcher einmal in der Woche stattfindet, ist ein weiterer Aufgabenbereich von mir. Jeweils am Donnerstag kommen von nah und fern Mütter mit ihren Babies zur Gewichtskontrolle und den nötigen Impfungen. Die Mütter laufen zum Teil mehr als eine Stunde um ins Spital zu kommen, was sich jedoch für sie lohnt. Sie bezahlen 50 Kenianische Schilling, umgerechnet 1 SFr., und erhalten eine professionelle und sehr gute Behandlung für ihre Kinder! An jenen Tagen platzt der Warteraum aus allen Nöten. Es ist unglaublich wie viele Mütter und Kinder das Spital aufsuchen! In diesem Zusammenhang steht auch die Familienplanung, welche ein weiterer wichtiger Teil ist. Immer noch ist die Verhütung ein Tabuthema und viele Frauen haben zwischen 6 bis 8 Kinder und können zum Teil nicht für alle Sorgen, weil sie von ihren Männern verlassen worden sind und oder kein Einkommen haben. Welche Spirale das auslöst, muss nicht weiter erläutern. Umso wichtiger ist die Familienplanung, welche vor allem aus Informationen, der Abgabe von Kondomen und der operativen Unterbindung besteht. So ermöglicht das Rhein Valley Spital, dass alle 3 Monate die Marie Stopes vorbei kommen können. Das ist eine Organisation welche gratis Frauen und Männer in Spitälern chirurgisch unterbindet. Sie besteht aus einem Operationsteam, welche die Frauen und Männer informiert und danach in einem kurzen Eingriff unterbindet. Eine tolle Sache! Leider ist aber zu sagen, dass Männer sehr selten zu sehen sind. Der Grund ist oft der Wissensstand und natürlich auch der geschichtliche und kulturelle Hintergrund. Oft glauben sie, wenn sie das machen würden, werden sie impotent und oder in ihrer Männlichkeit eingeschränkt. Leider ist in den Köpfen der Männer immer noch, dass man sich über die Anzahl der Kinder definiert und auch im Hohen Alter das beweisen muss! Die Tradition und die Kultur sind hier in Kenya stark verankert und sind mit ein Grund, dass Veränderungen und Neuerungen schwer umzusetzen sind. Aber genau diese andere Kultur und die Traditionen sind für mich reizvoll an diesem Land und ich freue mich weiter, einen Einblick in diese andere Welt haben zu können und bin gespannt, was noch alles kommt! -Corinne Jeker

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22
Nov

Faszination pur!

Geschrieben von Ruth Schäfer (Mama Matata)
Ruth Schäfer (Mama Matata)
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Seit fast einem Monat bin ich bei Ruth Schäfer zu Besuch! Mit großer Spannung fuhren wir in meiner ersten Woche zum Spital! Als Pflegefachfrau war ich doppelt gespannt, was mich erwartet! Es ist absolut unglaublich was ich zu Gesicht bekommen habe! Ich bin fasziniert und überwältigt von dem Spital und wie es organisiert ist! Auch am heutigen Tag war der Wartesaal voll besetzt; vor allem mit Frauen und kleinen Kindern und ein paar Männern. Hospitalisiert waren 3 Patienten und eine Wöchnerin mit ihrem Neugeborenem Kind! Obwohl viel zu tun ist, nimmt sich der Arzt kurz Zeit, mir alles zu zeigen! Wieder stehe ich mit offenem Mund da. Für mich und meinen Erwartungen, wie es in einem afrikanischen Spital so laufen könnte, bin ich sehr positiv überrascht! Jeder Klient erhält eine Karte mit einer Nummer. Mit dieser Nummer sind die Krankengeschichten sortiert und abgelegt. Mit der Krankengeschichte werden die Klienten vom Arzt in den verschiedenen Behandlungsräume erwartet. Die Behandlungsräume sind gut strukturiert und sauber!

In der Apotheke wird genau geachtet, wie viele Medikamente abgegeben werden und es hat kein einziges Medikament, welches abgelaufen ist! Auch das Labor weist einen hohen Standard auf! Ich bin sehr überrascht, welch hohen hygienischen Standard vor zu finden ist. Aber nicht nur im Spital, sondern auch rundherum sieht es sehr gepflegt aus! Der Rasen wird von Hand geschnitten und der Garten weist kein Unkraut auf! Im Verlauf der Besuche im Spital merke ich dann auch, mit welcher Disziplin Ruth diesen hohen Standard geschaffen hat und wie viel Geduld und Erklärungen immer wieder nötig sind! Ich freue mich sehr, einen Einblick in das (Spital)leben von Kenya zu erhalten und bin gespannt, was ich noch alles erleben darf! Eines ist bereits jetzt schon klar, was Ruth und der ganze Verein, vor allem Stephan leisten, ist übermenschlich!

-Corinne Jeker

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21
Apr

Kinderimpfung gegen Röteln

Geschrieben von Ruth Schäfer (Mama Matata)
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Als ich heute Morgen ins Spital kam sassen schon einige Frauen mit Ihren Babys im Wartezimmer. Die Kinder werden gegen Röteln geimpft. Eines der kleinen jedoch hatte bereits schon die Röteln begleitet mit hohen Fieber. Unser Arzt Wanjala rief die Mutter schnell ins Behandlungszimmer, um das Mädchen rasch behandeln zu können, sodass sie und ihr Baby wegen der Ansteckungs-Gefahr den Wartesaal schnell wieder verlassen konnten.
-Mama Matata

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21
Mär

Geburtenbett wird neu gestrichen

Geschrieben von Ruth Schäfer (Mama Matata)
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Ein ganz verregneter Tag. Fundi nutzte die Gelegenheit um das Geburtenbett neu zu streichen. Mit spezieller Farbe wurde es renoviert. Zwar gab er sich Mühe um das Bett ordentlich und exakt zu streichen, aber leider finde ich immer etwas das noch besser gemacht werden kann. Also nahm ich selber einen Pinsel in die Hand. Erst meinte er das sei schon gut doch schnell sah er den Unterschied. Am Abend sah das Bett wirklich wieder wie neu aus. Jetzt muss es nur noch richtig trocknen, bevor wir es wieder in den Geburten-Saal stellen können.
- Mama Matata

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03
Feb

Hochbetrieb im Rhein-Valley Hospital

Geschrieben von Ruth Schäfer (Mama Matata)
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So ein Tag hatten wir schon lange nicht mehr. Bei vielen der Patienten wurde Malaria diagnostiziert; manche mussten sogar Stationär behandelt werden. Das ganze Wartezimmer war gestossen voll und viele der Patienten zogen es vor draussen auf der Wiese zu warten. Wanjala, unser Arzt und der Krankenpfleger Mathew hatten Hochbetrieb. Das Wasser tropfte ihnen von der Stirne herunter. Nebst den Patienten lag eine junge Mutter in der Geburtenabteilung, die kurz vor der Geburt stand. Um 16 Uhr wurde Mathew gerufen und mit grossen Schritten eilte er in den Geburtensaal. Nach kurz 15 Minuten wurde das Mädchen geboren. Alles war gut gegangen, das Baby ist gesund es gab keine Komplikationen. Die Mama war etwas geschwächt, doch es geht es gut.

- Mama Matata

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14
Jan

Unterbinden ohne Wissen des Mannes

Geschrieben von Ruth Schäfer (Mama Matata)
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Wiederum eine Gruppe mit 17 Frauen lässt sich unterbinden. Enorm viele junge Frauen zwischen 25 und 30 Jahren mit schon durchschnittlich 4 Kindern entscheiden sich für die Familienplanung. Manche von ihnen machen diesen Schritt ohne das Wissen ihres Mannes. Da ihre Männer noch immer das Sagen hier in Kenya haben, ist es schwer als Frau nein zu sagen. Geduldig warten sie im Gang mit ihren keinen Babys bis sie an die Reihe kommen. Kurz nach dem Eingriff, das heisst etwa 2 Stunden danach, verlassen sie das Spital und gehen nach Hause als ob nichts geschehen sei...

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04
Jan

Viele Babys kamen wieder zur Kontrolle

Geschrieben von Ruth Schäfer (Mama Matata)
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Trotz strömenden Regen der in vielen Orten zu grossen Überschwemmungen führte, kamen heute viele Mütter mit ihren Babys etwas verspätet zur Kontrolle. Auffallend viele der Babys litten unter einem grippenähnlichen Schnupfen. Das ist allerdings kein Wunder bei der grossen Feuchtigkeit, Kälte und Nässe. Dann kommt noch dazu: es mangelt an warmen Kleidern, Socken und richtigem Schuhwerk. In den Häusern besitzen sie keinen Ofen, manche jedoch nehmen sich glühende Holzkohlen ins Haus, ohne daran zu denken dass der Rauch schädlich für die Lunge ist. Nachts wenn die Kinder im Dunkeln aufstehen müssen - da es auch kein Licht gibt - stolpern viele von ihnen über den Kocher und tragen schlimme Verbrennen davon. Wenn ich so darüber nachdenke, wie müssen wir mit dem was wir haben, glücklich sein, und wie viele Leute, die zu viel haben, wissen nicht einmal, das zu schätzen. -Mama Matata

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22
Dez

Kontrolle auf Jahresende

Geschrieben von Ruth Schäfer (Mama Matata)
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Auch Inventar gehört zum Spitalbetrieb. In der Küche werden alle Esswaren geprüft und verglichen mit den monatlichen Büchern. Auch Wanjala und seine Krankenpfleger sind beschäftigt den Medikamenten-Vorratsraum zu reinigen. Alle Medikamente werden in Gruppen eingeordnet und zugleich werden sie für den Jahresabschluss gezählt und aufgeschrieben, sodass Niagha, unser Sekretär, sie nur noch in den Computer eingeben muss. In Thugunui - beim Wasserprojekt - werden erst die Bücher unter die Lupe genommen und danach kontrolliere Fundi und ich die Wassermeter. Auch hier wird alles genau aufgeschrieben. Dies nimmt immer sehr viel Zeit in Anspruch. Alle sind froh wenn wir endlich dem Ende entgegen sehen können und das Neue Jahre beginnen kann... -Mama Matata

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09
Dez

20 Waisenkinder kamen zur Unrersuchung

Geschrieben von Ruth Schäfer (Mama Matata)
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Florian Lüchinger ist für 14 Tage in Kenya bei seinem Kinderprojekt (www.Maisha.ch). Er hat uns telefonisch angefragt, ob er bei uns mit seinen 20 Maisha-Kindern (Waisenkinder) für einen Check vorbeikommen könnte. Natürlich, das war für mich selbstverständlich. Florian der eine Kenianische Ehefrau (Beatrice) hat, organisierte einen Bus und fuhr die rund 190 km von Nairobi bis zu uns ins Rhein-Valley Hospital. Unser Arzt und die Krankenpflege hatten schon alles vorbereitet. Auch Caroline vom Labor war gerüstet. Um 11 Uhr erreichten sie das Spital. Einige der Kinder waren noch nie in ihrem Leben mit einem Auto gefahren. So viel Neues, die Aufregung und die lange fahrt machte sich im Magen bemerkbar und sie mussten sich übergeben. Nach einer kurzen Begrüssung ging es dann ins Labor, um Blut für die verschiedenen Tests wie Aids, Typhus, Malaria usw. abzunehmen. Danach wurde jeder einzelne vom Wanjala dem Arzt untersucht. Da ja bald Weihnachten ist übernahm das Rhein-Valley Hospital die Kosten für die Impfungen und Wurmkur. Jeder der fertig behandelt war, durfte sich dann in der Küche das Mittagessen mit einem Soda holen, unser Küchenpersonal kochte speziell für die kleinen Gäste. - Mama Matata

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26
Nov

Immer wieder Verbrennungen bei Kindern

Geschrieben von Ruth Schäfer (Mama Matata)
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Seit einigen Wochen häufen sich Fälle mit Verbrennungen. Ob dies wohl am Wetter liegt? Die Einheimischen nehmen oft den Charcoal (Holzkohlen)-Ofen mit in die kleinen Häuser, um sich aufzuwärmen. Die Häuser besitzen meist nur einen Raum und kein Licht. Die Kinder, die auf die Toilette müssen, stolpern im Dunkeln dann meistens darüber und tragen oft böse Verbrennungen davon. Auch die kleinen Knirpse krabbeln oft am Tag unbeaufsichtigt um den Holzkohlen-Ofen herum. Entweder verbrennen sie sich dann am Ofen oder werfen sogar die Pfanne um und verbrühen sich dann am heissen Wasser. Dank unserem guten Ärzteteam und der intensiven sauberen Pflege bleiben kaum grosse Narben, ja zum teil erholt sich die Haut so gut das man von der Verbrennung gar nichts mehr sieht. -Mama Matata

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Rhein-Valley - Spital der Hoffnung

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