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Mama Matata Blog

10
Feb

Neues Ultraschall-Gerät für die Geburtenabteilung

Geschrieben von Administrator
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Mama Matata und Ihr Ärzte-Team haben in Mombasa dass Ultraschall - Gerät für die Geburten-Abteilung für's Rhein Valley Hospital abgeholt. Sie sind 16 Stunden von Nakuru bis nach Mombasa gefahren mit einem Bus und die gleiche Strecke wieder zurück.
Dieses Gerät wurde ja von der Stiftung für medizinischen Wissenstransfer Herr Dr. Walter Gysel gesponsert (Neues Gerät) unser beiden Ärzte haben auch die Prüfung bestanden und Ihr Diplom bekommen. Es werden immer wieder von der Schweiz aus Weiterbildungs Kurse für die Ärzte organisiert. Die Maschine ist ein grosser Vorteil in der Geburten-Abteilung für unser Ärzte und auch für die werdenden Mütter.

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Stiftung SMW
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25
Sep

Besuch des Wasserwerks in Thugunui, Gilgil, Nakuru, Kenia

Geschrieben von Administrator
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Für uns war ein Besuch des Wasserwerks Thugunui natürlich unerlässlich während unseres Aufenthalts hier im Riftvalley. Wir suchten uns einen einigermassen wettersicheren Tag aus, um mit Ruth nach Thugunui hochzufahren. Bei Regen wäre es unmöglich, überhaupt hochzukommen – allein unter guten Wettervoraussetzungen stellt die gewundene, mit Schlaglöchern und tiefen Fahrrinnen bespickte Bergstrasse eine echte Herausforderung dar!

Diese Wasserstation auf knapp 3000 m über Meereshöhe wurde 2006 unter der Federführung von Ruth Schäfer projektiert und kam im November 2007 zum Abschluss. Das Grundwasser wird durch ein Bohrloch aus 205 m Tiefe hochgepumpt. Im Wasserwerkhäuschen darüber ist die Dieselpumpe untergebracht, ebenso das Zählwerk des Wasserverbrauchs, ein kleines Büro für den Wasserwerkmeister sowie seine Unterkunft. Der Wasserhahn für die Abgabe ist ausserhalb und gut zugänglich angebracht. Das Wasserwerk wird von einem schmucken Gärtchen umrahmt (bestellt durch den Wasserwerkmeister) und das ganze Anwesen gleicht in seinem Charakter auffallend dem Rheinvalley-Hospital; wie könnte es auch anders sein!

Die Station gewährleistet Trinkwasser für die Bergbevölkerung der Umgebung. Jede Familie wird mit allen Familienmitgliedern (mit allen drei Namen jeder Person), mit der ID-Nummer des Personalausweises und mit dem Wohnort registriert. Für jede Person dürfen bei Vorweisen der Registrationsmarke kostenlos 20 Liter Wasser pro Tag bezogen werden, wobei auch ein Familienmitglied für die anderen das Wasser holen darf. Der Wasserwerkchef Gideon erklärte uns diese Handhabung ausführlich und erläuterte uns dabei seine genaue Buchhaltung. Wie wir es im Spital beim Medikamentenvorrat schon gesehen haben, wird auch hier seriöse doppelte Buchhaltung geführt über den Wasserverbrauch beim Zähler und der schriftlich festgehaltenen Wasserabgabe an die Bevölkerung. Selbst kleinere Kinder kommen, um Wasser für ihre Familie zu holen und sie tragen Wasserkanister mit einem Gewicht von über 20 Kilo über einige Kilometer weit nach Hause, und dies in berggängigem Gebiet. Einmal mehr sind wir sehr beeindruckt von einer Tatsache, welche in unserer Heimat undenkbar wäre!

Das gleiche Prozedere der Wasserversorgung ist ca. 700 m unterhalb, im RVH-Spital in Kasambara ebenfalls rege im Gange, dies bereits seit der Spitaleröffnung im Jahr 2004. Hier führt der Security-Verantwortliche beim Gate die Buchhaltung über das abgegebene Wasser.

Die Bergbevölkerung ist sehr dankbar für diese grosse Erleichterung in der Wasserversorgung – dies zeigt sich auch darin, dass Ruth alle Menschen, denen wir auf unserer abenteuerlichen Fahrt begegneten, freudig winkten und „Jambo Mama Matata“ zuriefen.

Nakuru, September 2012, Gabi Senn und Claudia Callegher

Gabi Senn und Claudia Callegher als Volontaires im RVH: Claudia Callegher absolviert in Zusammenhang mit dem Bildungsurlaub in ihrem Lehrerberuf ein zweiwöchiges Praktikum im RVH. Ihre Schwester Gabi Senn begleitet sie, nachdem sie das RVH bereits in den Jahren 2007 und 2008 besucht hat.


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06
Sep

Unvergessliche Eindrücke vom Rheinvalley-Hospital in Kasambara-Gilgil, Nakuru, Kenia

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Mit ihrem „Liseli“ (Landrover), den Ruth Schäfer zuvor in ihrem Daheim eigenhändig repariert hat, sind wir gespannt und mit gemischten Gefühlen hochgefahren zum Spital in den Bergen von Kasambara-Gilgil. Bereits auf dem abenteuerlichen Weg den Berg hoch winkten die Einheimischen Mama Matata freudig zu und am Gate wurden wir mit einem strahlenden Lächeln von einem Security-Man empfangen.

Ein erster Rundgang durch das Ambulatorium und die Klinik, geführt durch den kompetenten Krankenpfleger Felix, bestätigte den Eindruck dieser Herzlichkeit und eines gesunden Klimas im Spital.

Wir begegneten dabei einem Grossteil des Personals, welches sich über unseren Besuch aufrichtig zu freuen schien. Die bescheidenen, aber funktionellen Einrichtungen und die Sauberkeit der gesamten Klinik waren beeindruckend. Die wartenden Patienten der Tagesklinik waren geduldig und schienen sich bewusst, was sie erwartete. Die Möglichkeit einer Arztkonsultation wurde rege benutzt an diesem Tag und die Abläufe schienen reibungslos eingespielt zu sein.

Nach diesem ersten, durchwegs positiven Eindruck wurden die eben neu fertiggestellten Uniformen für das Personal ausgeladen. Zusammen mit dem Spitalsekretär Mister Willi sortierten wir beide diese nach Grössen und Funktion. Elisabeth vom Sekretariat präsentierte als Erste stolz das neue Modell. Der Staff wird sich freuen, wenn diese neuen Arbeitskleider mit dem Aufdruck des RVH-Logos in den nächsten Tagen ausgehändigt werden!


Plötzlich schien sich eine Aufregung bei den Angestellten um uns herum breit zu machen. Das gesamte Personal versammelte sich vor dem Haupteingang und beorderte Ruth in ihre Mitte. Mister Willi überreichte der überraschten Ruth Schäfer ein Präsent im Namen der ganzen Belegschaft und bedankte sich bei der Direktorin für ihre kompetente und umsichtige Führung des Personals und des Spitals. Im Kreise ihrer Mitarbeiter öffnete Ruth das Geschenk und enthüllte eine einheimische Handtasche. In einer beiliegenden Karte bekundeten sie ihren Respekt und ihre Dankbarkeit gegenüber Mama Matata. Diese tolle Überraschung zeigte eindrücklich die grosse Wertschätzung für ihre Chefin und ist für Ruth eine genugtuende Bestätigung, dass sie mit ihrem unermüdlichen Einsatz für das RVH den richtigen Weg geht.

Nakuru, September 2012

Gabi Senn und Claudia Callegher Gabi Senn und Claudia Callegher als Volontaires im RVH: Claudia Callegher absolviert in Zusammenhang mit dem Bildungsurlaub in ihrem Lehrerberuf ein zweiwöchiges Praktikum im RVH. Ihre Schwester Gabi Senn begleitet sie, nachdem sie das RVH bereits in den Jahren 2007 und 2008 besucht hat.

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16
Dez

Die Arbeit geht nicht aus

Geschrieben von Ruth Schäfer (Mama Matata)
Ruth Schäfer (Mama Matata)
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Das ist ein 2. Report von Corinne Jeker, die z.Z. im Rhein-Valley Hospital arbeitet:

Die Zeit vergeht und so kommt es, dass ich schon mehr als zwei Monate im Spital arbeite. Immer bin ich noch fasziniert und jeder Tag ist ein Erlebnis. Im Spital gibt es immer etwas zu tun. So, war ich in letzter Zeit beschäftigt die Krankengeschichten zu sortieren und elektronisch zu erfassen. Bin natürlich noch lange nicht fertig; sind es doch mehr als 10‘000 aufgenommene Patienten und jeden Tag werden es mehr. Bin sicher dass Willi der Sekretär noch einen Weile beschäftigt ist!

Auch hier nimmt die administrative Arbeit viel Zeit in Anspruch und braucht Unterstützung, Geduld und Kontrolle von Ruth Schäfer, die den Betrieb leitet! Mit der kompetenten und geduldigen Art von Ruth sind alle immer wieder bereit, ihre Arbeit zu evaluieren und Neues dazu zu lernen. Der Alltag im Spital steht oft unter dem Motto „erklären“. Immer wieder gibt Ruth Instruktionen und informiert wie es laufen soll. Natürlich dreht es sich sehr oft um Sauberkeit und Organisation. Die Geduld, welche Ruth an den Tag legt, ist riesig! Oft mit Erfolg! So ist es schön zu sehen, dass die Erklärungen fruchten und die Änderungen, welche Ruth verlangt, umgesetzt werden. Wie sagt man so schön: der Ton macht die Musik und diesen trifft Ruth immer ganz genau. Auch wenn sie manchmal „Lärm“ machen muss, erfährt sie stets den nötigen Respekt und erreicht, dass das Arbeitsklima stets angenehm, fair und humorvoll ist.

Die Unterstützung am Babytag, welcher einmal in der Woche stattfindet, ist ein weiterer Aufgabenbereich von mir. Jeweils am Donnerstag kommen von nah und fern Mütter mit ihren Babies zur Gewichtskontrolle und den nötigen Impfungen. Die Mütter laufen zum Teil mehr als eine Stunde um ins Spital zu kommen, was sich jedoch für sie lohnt. Sie bezahlen 50 Kenianische Schilling, umgerechnet 1 SFr., und erhalten eine professionelle und sehr gute Behandlung für ihre Kinder! An jenen Tagen platzt der Warteraum aus allen Nöten. Es ist unglaublich wie viele Mütter und Kinder das Spital aufsuchen! In diesem Zusammenhang steht auch die Familienplanung, welche ein weiterer wichtiger Teil ist. Immer noch ist die Verhütung ein Tabuthema und viele Frauen haben zwischen 6 bis 8 Kinder und können zum Teil nicht für alle Sorgen, weil sie von ihren Männern verlassen worden sind und oder kein Einkommen haben. Welche Spirale das auslöst, muss nicht weiter erläutern. Umso wichtiger ist die Familienplanung, welche vor allem aus Informationen, der Abgabe von Kondomen und der operativen Unterbindung besteht. So ermöglicht das Rhein Valley Spital, dass alle 3 Monate die Marie Stopes vorbei kommen können. Das ist eine Organisation welche gratis Frauen und Männer in Spitälern chirurgisch unterbindet. Sie besteht aus einem Operationsteam, welche die Frauen und Männer informiert und danach in einem kurzen Eingriff unterbindet. Eine tolle Sache! Leider ist aber zu sagen, dass Männer sehr selten zu sehen sind. Der Grund ist oft der Wissensstand und natürlich auch der geschichtliche und kulturelle Hintergrund. Oft glauben sie, wenn sie das machen würden, werden sie impotent und oder in ihrer Männlichkeit eingeschränkt. Leider ist in den Köpfen der Männer immer noch, dass man sich über die Anzahl der Kinder definiert und auch im Hohen Alter das beweisen muss! Die Tradition und die Kultur sind hier in Kenya stark verankert und sind mit ein Grund, dass Veränderungen und Neuerungen schwer umzusetzen sind. Aber genau diese andere Kultur und die Traditionen sind für mich reizvoll an diesem Land und ich freue mich weiter, einen Einblick in diese andere Welt haben zu können und bin gespannt, was noch alles kommt! -Corinne Jeker

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22
Nov

Faszination pur!

Geschrieben von Ruth Schäfer (Mama Matata)
Ruth Schäfer (Mama Matata)
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Seit fast einem Monat bin ich bei Ruth Schäfer zu Besuch! Mit großer Spannung fuhren wir in meiner ersten Woche zum Spital! Als Pflegefachfrau war ich doppelt gespannt, was mich erwartet! Es ist absolut unglaublich was ich zu Gesicht bekommen habe! Ich bin fasziniert und überwältigt von dem Spital und wie es organisiert ist! Auch am heutigen Tag war der Wartesaal voll besetzt; vor allem mit Frauen und kleinen Kindern und ein paar Männern. Hospitalisiert waren 3 Patienten und eine Wöchnerin mit ihrem Neugeborenem Kind! Obwohl viel zu tun ist, nimmt sich der Arzt kurz Zeit, mir alles zu zeigen! Wieder stehe ich mit offenem Mund da. Für mich und meinen Erwartungen, wie es in einem afrikanischen Spital so laufen könnte, bin ich sehr positiv überrascht! Jeder Klient erhält eine Karte mit einer Nummer. Mit dieser Nummer sind die Krankengeschichten sortiert und abgelegt. Mit der Krankengeschichte werden die Klienten vom Arzt in den verschiedenen Behandlungsräume erwartet. Die Behandlungsräume sind gut strukturiert und sauber!

In der Apotheke wird genau geachtet, wie viele Medikamente abgegeben werden und es hat kein einziges Medikament, welches abgelaufen ist! Auch das Labor weist einen hohen Standard auf! Ich bin sehr überrascht, welch hohen hygienischen Standard vor zu finden ist. Aber nicht nur im Spital, sondern auch rundherum sieht es sehr gepflegt aus! Der Rasen wird von Hand geschnitten und der Garten weist kein Unkraut auf! Im Verlauf der Besuche im Spital merke ich dann auch, mit welcher Disziplin Ruth diesen hohen Standard geschaffen hat und wie viel Geduld und Erklärungen immer wieder nötig sind! Ich freue mich sehr, einen Einblick in das (Spital)leben von Kenya zu erhalten und bin gespannt, was ich noch alles erleben darf! Eines ist bereits jetzt schon klar, was Ruth und der ganze Verein, vor allem Stephan leisten, ist übermenschlich!

-Corinne Jeker

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21
Apr

Kinderimpfung gegen Röteln

Geschrieben von Ruth Schäfer (Mama Matata)
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Als ich heute Morgen ins Spital kam sassen schon einige Frauen mit Ihren Babys im Wartezimmer. Die Kinder werden gegen Röteln geimpft. Eines der kleinen jedoch hatte bereits schon die Röteln begleitet mit hohen Fieber. Unser Arzt Wanjala rief die Mutter schnell ins Behandlungszimmer, um das Mädchen rasch behandeln zu können, sodass sie und ihr Baby wegen der Ansteckungs-Gefahr den Wartesaal schnell wieder verlassen konnten.
-Mama Matata

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21
Mär

Geburtenbett wird neu gestrichen

Geschrieben von Ruth Schäfer (Mama Matata)
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Ein ganz verregneter Tag. Fundi nutzte die Gelegenheit um das Geburtenbett neu zu streichen. Mit spezieller Farbe wurde es renoviert. Zwar gab er sich Mühe um das Bett ordentlich und exakt zu streichen, aber leider finde ich immer etwas das noch besser gemacht werden kann. Also nahm ich selber einen Pinsel in die Hand. Erst meinte er das sei schon gut doch schnell sah er den Unterschied. Am Abend sah das Bett wirklich wieder wie neu aus. Jetzt muss es nur noch richtig trocknen, bevor wir es wieder in den Geburten-Saal stellen können.
- Mama Matata

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03
Feb

Hochbetrieb im Rhein-Valley Hospital

Geschrieben von Ruth Schäfer (Mama Matata)
Ruth Schäfer (Mama Matata)
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So ein Tag hatten wir schon lange nicht mehr. Bei vielen der Patienten wurde Malaria diagnostiziert; manche mussten sogar Stationär behandelt werden. Das ganze Wartezimmer war gestossen voll und viele der Patienten zogen es vor draussen auf der Wiese zu warten. Wanjala, unser Arzt und der Krankenpfleger Mathew hatten Hochbetrieb. Das Wasser tropfte ihnen von der Stirne herunter. Nebst den Patienten lag eine junge Mutter in der Geburtenabteilung, die kurz vor der Geburt stand. Um 16 Uhr wurde Mathew gerufen und mit grossen Schritten eilte er in den Geburtensaal. Nach kurz 15 Minuten wurde das Mädchen geboren. Alles war gut gegangen, das Baby ist gesund es gab keine Komplikationen. Die Mama war etwas geschwächt, doch es geht es gut.

- Mama Matata

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14
Jan

Unterbinden ohne Wissen des Mannes

Geschrieben von Ruth Schäfer (Mama Matata)
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Wiederum eine Gruppe mit 17 Frauen lässt sich unterbinden. Enorm viele junge Frauen zwischen 25 und 30 Jahren mit schon durchschnittlich 4 Kindern entscheiden sich für die Familienplanung. Manche von ihnen machen diesen Schritt ohne das Wissen ihres Mannes. Da ihre Männer noch immer das Sagen hier in Kenya haben, ist es schwer als Frau nein zu sagen. Geduldig warten sie im Gang mit ihren keinen Babys bis sie an die Reihe kommen. Kurz nach dem Eingriff, das heisst etwa 2 Stunden danach, verlassen sie das Spital und gehen nach Hause als ob nichts geschehen sei...

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04
Jan

Viele Babys kamen wieder zur Kontrolle

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Trotz strömenden Regen der in vielen Orten zu grossen Überschwemmungen führte, kamen heute viele Mütter mit ihren Babys etwas verspätet zur Kontrolle. Auffallend viele der Babys litten unter einem grippenähnlichen Schnupfen. Das ist allerdings kein Wunder bei der grossen Feuchtigkeit, Kälte und Nässe. Dann kommt noch dazu: es mangelt an warmen Kleidern, Socken und richtigem Schuhwerk. In den Häusern besitzen sie keinen Ofen, manche jedoch nehmen sich glühende Holzkohlen ins Haus, ohne daran zu denken dass der Rauch schädlich für die Lunge ist. Nachts wenn die Kinder im Dunkeln aufstehen müssen - da es auch kein Licht gibt - stolpern viele von ihnen über den Kocher und tragen schlimme Verbrennen davon. Wenn ich so darüber nachdenke, wie müssen wir mit dem was wir haben, glücklich sein, und wie viele Leute, die zu viel haben, wissen nicht einmal, das zu schätzen. -Mama Matata

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22
Dez

Kontrolle auf Jahresende

Geschrieben von Ruth Schäfer (Mama Matata)
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Auch Inventar gehört zum Spitalbetrieb. In der Küche werden alle Esswaren geprüft und verglichen mit den monatlichen Büchern. Auch Wanjala und seine Krankenpfleger sind beschäftigt den Medikamenten-Vorratsraum zu reinigen. Alle Medikamente werden in Gruppen eingeordnet und zugleich werden sie für den Jahresabschluss gezählt und aufgeschrieben, sodass Niagha, unser Sekretär, sie nur noch in den Computer eingeben muss. In Thugunui - beim Wasserprojekt - werden erst die Bücher unter die Lupe genommen und danach kontrolliere Fundi und ich die Wassermeter. Auch hier wird alles genau aufgeschrieben. Dies nimmt immer sehr viel Zeit in Anspruch. Alle sind froh wenn wir endlich dem Ende entgegen sehen können und das Neue Jahre beginnen kann... -Mama Matata

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09
Dez

20 Waisenkinder kamen zur Unrersuchung

Geschrieben von Ruth Schäfer (Mama Matata)
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Florian Lüchinger ist für 14 Tage in Kenya bei seinem Kinderprojekt (www.Maisha.ch). Er hat uns telefonisch angefragt, ob er bei uns mit seinen 20 Maisha-Kindern (Waisenkinder) für einen Check vorbeikommen könnte. Natürlich, das war für mich selbstverständlich. Florian der eine Kenianische Ehefrau (Beatrice) hat, organisierte einen Bus und fuhr die rund 190 km von Nairobi bis zu uns ins Rhein-Valley Hospital. Unser Arzt und die Krankenpflege hatten schon alles vorbereitet. Auch Caroline vom Labor war gerüstet. Um 11 Uhr erreichten sie das Spital. Einige der Kinder waren noch nie in ihrem Leben mit einem Auto gefahren. So viel Neues, die Aufregung und die lange fahrt machte sich im Magen bemerkbar und sie mussten sich übergeben. Nach einer kurzen Begrüssung ging es dann ins Labor, um Blut für die verschiedenen Tests wie Aids, Typhus, Malaria usw. abzunehmen. Danach wurde jeder einzelne vom Wanjala dem Arzt untersucht. Da ja bald Weihnachten ist übernahm das Rhein-Valley Hospital die Kosten für die Impfungen und Wurmkur. Jeder der fertig behandelt war, durfte sich dann in der Küche das Mittagessen mit einem Soda holen, unser Küchenpersonal kochte speziell für die kleinen Gäste. - Mama Matata

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26
Nov

Immer wieder Verbrennungen bei Kindern

Geschrieben von Ruth Schäfer (Mama Matata)
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Seit einigen Wochen häufen sich Fälle mit Verbrennungen. Ob dies wohl am Wetter liegt? Die Einheimischen nehmen oft den Charcoal (Holzkohlen)-Ofen mit in die kleinen Häuser, um sich aufzuwärmen. Die Häuser besitzen meist nur einen Raum und kein Licht. Die Kinder, die auf die Toilette müssen, stolpern im Dunkeln dann meistens darüber und tragen oft böse Verbrennungen davon. Auch die kleinen Knirpse krabbeln oft am Tag unbeaufsichtigt um den Holzkohlen-Ofen herum. Entweder verbrennen sie sich dann am Ofen oder werfen sogar die Pfanne um und verbrühen sich dann am heissen Wasser. Dank unserem guten Ärzteteam und der intensiven sauberen Pflege bleiben kaum grosse Narben, ja zum teil erholt sich die Haut so gut das man von der Verbrennung gar nichts mehr sieht. -Mama Matata

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15
Nov

Blanca: "Das Spital hat mich überzeugt"

Geschrieben von Ruth Schäfer (Mama Matata)
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Ich habe anfangs November 09 das Rhein Valley Hospital in Kasambara besucht. Okay, ich gebs zu: Ich bin ich Sachen «Hilfsprojekte» immer ein wenig skeptisch. Kein Franken wird jemals aus meinem Hosensack heraus fliessen, bevor ich ein Projekt mit eigenen Augen gesehen habe. Ich habe schon viel zu viel gehört und gesehen. Daher bin ich Ruth Schäfers Einladung gerne gefolgt. Ich war sowieso gerade im Rift Valley. Zuerst war es nicht einmal sicher, ob wir mit dem Wagen das Spital erreichen würden. Es hatte ENDLICH angefangen zu regnen. Aber Ruth wagte es dann doch, und fuhr mit mir die langen Wege zum Rhein Valley Hospital hoch.

Das Spital in Kasambara hat mich überzeugt. Hier wird gearbeitet, und zwar mit vollem Einsatz und Herzblut. Der Chefarzt hat mich mit Stolz durch das Gebäude geführt. «Ich bin so glücklich, dass die Schweizer uns mit ihren Spenden dieses Spital ermöglichen. Ich bin so froh, dass wir dadurch auch ganz arme Menschen richtig behandeln können. Es ist eine Gnade.» Er freut sich darüber, dass er jetzt auch eine Aids-Station hat. «Wir gehen auch in die Dörfer und klären die Menschen über Aids auf. Das ist auch wichtig.» Der Chefarzt hat natürlich noch viele Wünsche. «Wir bräuchten noch Geräte für die neue Aids-Station», erklärt er zum Beispiel. Ich freue mich, dass ich nur einheimisches Personal sehe. Sie scheinen sich mit ihrem Arbeitsplatz verbunden zu fühlen. Alles ist blitzsauber, auch die Umgebung einladend gepflegt. Ruth Schäfer ist eine kleine, starke Frau, der es gelingt, alles zu überwachen und zu begleiten. Oft braucht sie dazu mehr als ihren Charme. Ich bewundere sie für ihre Arbeit. Es gelingt ihr auch, die Menschen arbeiten zu lassen, selbstständig werden zu lassen. Das ist auch sehr wichtig. Ich danke jedem, der dieses Spital-Projekt unterstützt. Mich hat es überzeugt.
-Blanca Imboden, Piper-Buchautorin

Blanca Imboden - Ein Stück Schweizer Gesundheit in Kenia
Ruth Schäfer ist eine kleine, starke Frau, der es gelingt, alles zu überwachen und zu begleiten. Oft braucht sie dazu mehr als ihren Charme. Ich bewundere sie für ihre Arbeit. Es gelingt ihr auch, die Menschen arbeiten zu lassen, selbstständig werden zu lassen. Das ist auch sehr wichtig.
Ich danke jedem, der dieses Spital-Projekt unterstützt. Mich hat es überzeugt.
Blanca Imboden, Piper-Buchautorin, www.blancaimboden.ch
Datum 15.11.2009 Dateigröße 100.14 KB Download 3295

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14
Nov

Das Sterben gehört zum Leben

Geschrieben von Ruth Schäfer (Mama Matata)
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Das Sterben gehört zum Leben. So auch im Rhein - Valley Hospital. Letzte Woche starb eine ältere Frau, die im Hospital in der Pflege war. Die Familie von der Frau wurde während des Krieges letztes Jahr von der Heimat vertrieben und sie fanden Schutz im Rhein – Valley Hospital Camp. Sie mussten ohne die ohnehin wenigen Habseligkeiten flüchten und besitzen heute nichts mehr.


Das ganze Rhein – Valley Team sorgte sich liebevoll um die halbseitig gelähmte Frau bis zu ihrem Tod. Zweimal pro Woche besuchte Wanjara, der Arzt, sie zuhause um ihren zu hohen Blutdruck und Diabetes zu kontrollieren. Nach dem Tod wurde sie im Leichenhaus Nakuru aufbewahrt, bis die Familie das Geld für die Beerdigung beisammen hatte. Ohne die Hilfe von Mama Matata wäre die Frau noch heute dort. Ruth besorgte einen Sarg und die nötigen Totenkleider für die Frau. Aber auch für den Ehemann und die Tochter kaufte man die notwendigen Trauerkleider ein, denn die alten Schuhe hatten Löcher und kaum Sohlen. Die einzige Hose und Hemd waren zerrissen. Nachdem alles besorgt war konnte die Frau Ende Woche zu Grabe getragen werden. Die Toten kehren immer in den Geburtsort zurück.

Sie wurde ausserhalb von Molo, zweieinhalb Autostunden vom Spital entfernt zur Ruhe gebracht. Das ganze Dorf war bei der Beerdigung dabei. Es wurde gesungen, getanzt und viel geredet. Die Familie war überglücklich, dass die Frau und Mutter in aller Ehre und traditionsgemäss an ihren Geburtsort zurückgebracht werden konnte. Die neuen Kleider und Schuhe werden sie auch in Zukunft gut gebrauchen können. Mit intakten Sohlen läuft man schon besser und Kleider ohne Löcher geben mehr Wärme...
-Taimi Huber

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08
Nov

Mama Matata im Schweizer Fernsehen

Geschrieben von Ruth Schäfer (Mama Matata)
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Am Donnerstag, 12. November 2009 um 22.20 Uhr wird «Zwischen Himmel und Hölle» mit einem Interview mit Ruth Schäfer auf SF1 ausgestrahlt. Untenstehend ist eie Kopie des Artikels in der Rheintalischen Volkszeitung darüber. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit, den Talk im Internet unter www.sf.tv oder als Podcast anzuschauen.

Ruth Schäfer im Schweizer Fernsehen bei Kurt Aeschbacher

Aeschbacher vom 12.11.2009

Ruth Schäfer leitet mitten im Chaos von Kenia ein kleines Schweizer Spital. Stammeskriege, Dürre, Hungersnot oder Korruption – egal, welche Schwierigkeiten und Widrigkeiten auf sie zukommen, Mama Matata – wie die Appenzellerin in Afrika genannt wird – gibt nie auf. Ihr medizinisches Team behandelt jährlich Abertausende von Hilfesuchenden. Zudem versorgt Ruth Schäfer täglich Hunderte von Vertriebenen mit Nahrungsmitteln.

Datum 12.11.2009 Dateigröße 0 B Download 3806
Rheintalische Volkszeitung - Ruth Schäfer ist zu Besuch bei Kurt Aeschbacher
Die Rheintalerin Ruth Schäfer leitet das Rhein- Valley-Hospital in Kenia. Kurt Aeschbacher hat sie als Gesprächspartnerin in seine Sendung eingeladen. Am Donnerstag, 12. November, um 22.20 Uhr wird «Zwischen Himmel und Hölle» auf SF1 ausgestrahlt.
Datum 12.11.2009 Dateigröße 931.13 KB Download 2913

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03
Nov

Andrang trotz grossem Regen

Geschrieben von Ruth Schäfer (Mama Matata)
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Seit mehreren Tagen regnet es in Strömen doch die Mütter erschienen trotzdem zahlreich zum wöchentlichen Termintag für die Babys. Während Kennedy die einen wiegt, werden - bevor die Babys das Zimmer verlassen - noch die Schluckimpfungen durchgeführt. Wie am Schnürchen arbeitete das medizinische Team Hand in Hand, sodass die Mütter so schnell wie möglich wieder nach Hause gehen konnten, bevor der grosse Regen kam. Seit einigen Tagen hatten wir beim Spital in Kasambara erhebliche Regengüsse und der Weg wurde fast eine Qual für die jungen Mütter. Melanie sagte mir sogar dass sie heute fast zweimal so lange gehabt hätte wie sonst. Der Weg war so schlüpfrig das sie nur mühsam den Berg runter kam. Auch Nyagah, unser Sekretär, meinte, dass gestern beim nach Hause gehen einen Schritt voraus und zwei zurück ging. So lange riefen sie nach Regen und jetzt wo er da ist, sind viele Orte überschwemmt worden, der Boden gleihte in kurzer Zeit einer Eisbahn. Sogar wir hatten Mühe mit unseren Auto ins Spital hoch zu kommen. Immer wieder rutschte mein Landrover von einer Seite auf die andere. Für jemanden der gerne Achterbahn fährt wäre das ein freudiges Erlebnis, doch für uns leider auch ein grosses Risiko und ich selber bin immer froh wenn wir heil den Berg herunter kommen... -Mama Matata

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29
Sep

Noteinsatz für Nancy

Geschrieben von Ruth Schäfer (Mama Matata)
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Nancy das kleine Mädchen wurde mit einem Asthma-Anfall ins Hospital gebracht. Sie musste sofort an Sauerstoff angeschlossen werden und unser Arzt gab ihr die notwendigen Medikamente. Nach kurzer Zeit ging es dem Mädchen schon viel besser, sie erholte sich schnell. Nancy die man kaum im riesigen Bett findet schaut schon wieder ganz frech umher und sie lächelt sobald man mit ihr spricht. Sie ist wirklich ein aufgeschlossenes winziges Mäuschen, ganz genau beobachtet sie alles. Ihre junge Mama - etwas scheu - sitzt den ganzen Tag auf dem Bettrand und hütet es. Sie wagt sich kaum sich von der Stelle zu rühren und als sie die Windeln waschen wollte, fragte sie sogar unsere Putzfrau Ann ob sie nicht Zeit hätte einen Augenblick auf Nancy aufzupassen. Dies ist natürlich bei uns kein Thema - unsere Putzfrauen haben sogar grosse Freude daran, auch solche Arbeiten zu verrichten.

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17
Sep

Hemoglobin-Maschine gespendet

Geschrieben von Ruth Schäfer (Mama Matata)
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Riesen-Überraschung! Die Firma HemoCue Kenya Ltd Nairobi spendete unserem Rhein-Valley Hospital eine Hemoglobin-Maschine. Sie ist die erste Firma von Kenya, die uns seit 2004 etwas spendet. Umso mehr freuten wir uns darüber, dass wir auch hier in Kenya Spender bekommen. Gerade zur rechten Zeit, denn vor zwei Tagen wurde unser Spital vom MOH (Minister für Gesundheit) als Aids Center ernannt. Unser Arzt war richtig stolz und mit einem lachenden Gesicht überbrachte er mir die neue freudige Botschaft.

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